Institut für Transkulturelle Gesundheitsforschung

Das Institut für Transkulturelle Gesundheitsforschung (ITG) wurde mit dem Ziel gegründet, mit den Mitteln von Forschung und Lehre eine bessere Gesundheitsversorgung von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zu ermöglichen. Die zunehmende Globalisierung und das Entstehen multikultureller Gesellschaften erfordern es hierbei verstärkt, kulturelle Aspekte in die medizinische, psychotherapeutische und soziale Versorgung einzubeziehen. Zielgruppe sind insbesondere Migrant*innen und Geflüchtete, bei deren psychosozialer Betreuung kulturelle Aspekte im besonderen Maße zu berücksichtigen sind.

Vor diesem Hintergrund untersucht das ITG die kulturelle Prägung unterschiedlicher Gesundheitskonzepte und Kernbegriffe wie „Gesundheit“, „Krankheit“, „Heilung“, das diesen Prägungen zugrundeliegende Menschenbild sowie die Konsequenzen für die gesundheitliche Versorgung. Darüber hinaus entwickeln wir kultursensible Interventionsangebote und führen Weiterbildungen mit entsprechendem Themenbezug für Fachkräfte in Gesundheitsberufen durch.

Aktuelles

Weiterbildung 'Trauma und Gerechtigkeit'

Das 5-tägige Präsenz-Modul aus dem Masterstudiengang ‚Transkulturelle Traumapädagogik‘ kann als Weiterbildung mit Zertifikat ab sofort besucht werden.

Im CAS-Fortbildungsmodul steht die thematische Verbindung von Gerechtigkeit, Trauma, Flucht- und Gewalterfahrungen im Fokus. Unter den Gesichtspunkten ‚Menschenrechte‘, ‚Trauma‘ und ‚Verantwortung‘ thematisieren wir folgende Leitfragen: Wie entsteht Gerechtigkeit? Was haben unsere Werte damit zu tun?

Diese Fragen thematisieren wir im Austausch auf Augenhöhe unter folgenden Aspekten:

  • Zusammenhänge von Trauma und Gerechtigkeit
  • unterschiedliche kulturelle Gerechtigkeitsvorstellungen
  • psychologische Konzepte von Gerechtigkeitswahrnehmung
  • politische, soziale und juristische Kontexte von Gerechtigkeitswahrnehmung
  • Bedeutung und Rolle von Psychotherapie und psychosozialen Beratungsangeboten bei der Traumaverarbeitung und -bewältigung

Mit inspirierenden und interaktiven Beiträgen von

  • Gisela Perren-Klingler (Psychiatrie & Psychotherapie, Gründerin vom Institut Psychotrauma Schweiz)
  • Christian Ritscher (Bundesanwalt beim BGH; ehem. Leiter UNITAD)
  • Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan (Institut für Transkulturelle Gesundheitsforschung)
  • Anna Weigelt, MSc (Psychologie, Wahrnehmung von Ungerechtigkeit)

 

 

Für wen ist das Modul gedacht? Psychologie, Soziale Arbeit, Recht, Gesundheit, behördliche Praxis

Was können Sie aus dem Modul mitnehmen? Grundlage für sichere Entscheidungen im Berufsalltag durch praktische, fallnahe Arbeitswerkzeuge und ethische Orientierung 

Zulassungsvoraussetzung: Fachlich passender akademischer Abschluss oder mind. Niveau 6 des DQR mit 1 Jahr Berufserfahrung

Kosten: 420 € zzg. Prüfungsgebühr 40 € (optional)

Termine:

  • Do, 27. Nov. 2025
  • Fr, 28.Nov. 2025
  • Sa, 29. Nov. 2025
  • Fr, 12. Dez. 2025
  • Sa, 13. Dez. 2025

Veranstaltungsort: DHBW Stuttgart

 

Klingt spannend und Sie haben Interesse, dabei zu sein?

Weitere Informationen finden Sie hier oder direkt bei Neele Mayer, Wissenschaftliche Referentin Sozialwesen am CAS der DHBW (neele.mayernoSpam@cas.dhbw.de oder telefonisch unter 07131 3898 291). 

Bei Fragen oder fachlichem Austausch können Sie sich gerne an Robert Lahdo, Koordinator des Master- und Zertifikatskurses ‚Transkulturelle Traumapädagogik‘ wenden (robert.lahdonoSpam@dhbw.de).