Leitbild des ITG

Wir verbinden exzellente Forschung, internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliche Verantwortung, um Gesundheit in einer vielfältigen Welt gerechter zu gestalten.

Unsere Mission ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Folgen von kultureller Vielfalt, Migration und globalen Krisen zu gewinnen und daraus wirksame Lösungen für Forschung, Versorgung und Gesellschaft abzuleiten. Gemeinsam mit nationalen und internationalen Kooperationspartner*innen aus Wissenschaft, dem medizinischen und psychosozialen Versorgungssystem, aus Politik und Zivilgesellschaft sowie mit Betroffenen entwickeln wir innovative Ansätze zur Verbesserung der kultur- und migrationssensiblen Versorgung. 

Durch wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Lehr- und Weiterbildungsangebote qualifizieren wir Fachkräfte im In- und Ausland für eine kultur- und traumasensible Versorgung und Begleitung von Menschen in Krisen. 

Wir beraten und unterstützen Akteur*innen aus Versorgungspraxis, Politik und Gesellschaft auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene zu diesen Fragestellungen. Durch eine zielgruppengerechte Aufbereitung und Verbreitung der Forschungsergebnisse bringen wir wissenschaftlich fundierte Expertise in gesellschaftliche und politische Diskurse um Migration und Kultur ein und tragen so zu einer sachlichen und evidenzbasierten Diskussion bei. 

Unsere Vision ist es, die transkulturelle Gesundheitsforschung als führendes Institut nachhaltig mitzugestalten und durch exzellente anwendungsorientierte Forschung zu einer gerechten und evidenzbasierten Gesundheitsversorgung beizutragen. 

Wir entwickeln gesellschaftlich relevante und bislang unzureichend erforschte Fragestellungen zu etablierten Forschungsfeldern weiter und erarbeiten evidenzbasierte Lösungsansätze für Praxis, Versorgung und Politik. Dabei richten wir den Blick insbesondere auf Themen und Personengruppen, die bislang wenig Beachtung gefunden haben, und leisten so einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und Teilhabe im Gesundheitsbereich. 

Durch unsere wissenschaftliche Expertise und unsere enge Anbindung an die Praxis sind wir ein verlässlicher und gefragter Partner für Forschungseinrichtungen, Akteur*innen des Gesundheitswesens sowie weitere Institutionen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. 

Darüber hinaus sind wir eine anerkannte wissenschaftliche Anlaufstelle für Institutionen aus Politik, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft im In- und Ausland. Mit unserer Forschung, Beratung und Expertise unterstützen wir sie dabei, aktuelle und zukünftige gesundheitsbezogene Herausforderungen fundiert zu verstehen und wirksam zu adressieren.

Unsere Arbeit basiert auf wissenschaftlicher Exzellenz, Integrität und gesellschaftlicher Verantwortung.  

Wissenschaftliche Exzellenz verstehen wir als den Anspruch, Forschung auf hohem fachlichem Niveau zu betreiben und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse methodisch fundiert weiterzuentwickeln. 

Wissenschaftliche Integrität bedeutet für uns, nach den Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis zu arbeiten und Qualität, Transparenz sowie Nachvollziehbarkeit in Forschung und Lehre sicherzustellen. Dabei handeln wir verantwortungsvoll, offen und evidenzbasiert. Gesellschaftliche Verantwortung zeigt sich in unserem Anspruch, mit unserer Arbeit konkrete Beiträge zur Reduktion sozialer Ungleichheiten sowie zur Förderung von Gerechtigkeit und Teilhabe zu leisten. 

Wir verstehen wissenschaftliche Arbeit als eng mit gesellschaftlicher Praxis verbunden und entwickeln Erkenntnisse mit dem Ziel, nachhaltige Verbesserungen anzustoßen. Kollegialität, respektvolle Zusammenarbeit und eine interdisziplinäre und internationale Kooperation auf Augenhöhe prägen dabei unser Miteinander innerhalb des Instituts ebenso wie die Zusammenarbeit mit externen Partner*innen. 

Unser Forschungsverständnis ist interdisziplinär, partizipativ und transferorientiert. Wir verbinden Perspektiven aus unterschiedlichen Fachrichtungen, um gesundheitsbezogene Fragestellungen im Kontext kultureller Vielfalt, Migration und globaler Krisen in ihrer Komplexität zu erfassen.  

Forschung verstehen wir dabei als gemeinsamen Prozess: Wir entwickeln Lösungen und Anwendungen in enger Zusammenarbeit mit Akteur*innen aus Gesundheitsversorgung, Politik und Gesellschaft und beziehen unterschiedliche Perspektiven, insbesondere die von Menschen mit unterschiedlichsten Migrationserfahrungen, aktiv ein. Diesem Anspruch des Forschens mit statt über Menschen folgend, reflektieren wir kulturelle Prägungen, Machtverhältnisse und ethische Fragen in allen Phasen von Forschung und Anwendung.  

Methodisch arbeiten wir auf dem aktuellen Stand der Forschung und kombinieren quantitative und qualitative Zugänge im Sinne eines Mixed-Methods-Ansatzes. Wir orientieren uns an den Prinzipien transparenter und nachvollziehbarer Wissenschaft und fördern - wo immer möglich - offene Forschungsprozesse und den freien Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen. 

Unsere Forschung wirkt auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene und verbindet die Nähe zu konkreten Versorgungskontexten mit einer international anschlussfähigen Perspektive. 

Forschung verstehen wir nicht als Selbstzweck, sondern als Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung und gesellschaftlichen Teilhabe.